“Die Behandlung des Morbus Bechterew steht auf mehreren Säulen”

Behandlung

Die Behandlung des Morbus Bechterew steht auf mehreren Säulen:

  • Medikamentöse Therapie
    Als erste Instanz kommen bei Morbus Bechterew kortisonfreie Antirheumatika (NSAR) zum Einsatz. Ihre Anwendung kann entweder in den Schmerzphasen oder als Dauertherapie erfolgen. NSAR bekämpfen den Entzündungsprozess und lindern die Schmerzen.

    Verbessern sich die Symptome trotz umfangreicher Behandlungsmethoden nicht, stehen mit den Tumornekrosefaktor-alpha-Blockern (TNF-alpha-Blocker) weitere, stark entzündungshemmende Medikamente zur Verfügung. Mit diesen kann meist auch in hartnäckigen Fällen ein Behandlungserfolg erzielt werden. Ihre Anwendung unterliegt aber sowohl aus Sicherheits- wie auch aus Kostengründen bestimmten Auflagen (Versagen oder Unverträglichkeit herkömmlicher Antirheumatika, hohe Krankheitsaktivität, Ausschluss von Infektionen etc.).
    Die Anwendung der TNF-alpha-Blocker erfolgt entweder als Infusion alle sechs bis acht Wochen oder als Injektion unter die Haut, je nach Präparat entweder einmal wöchentlich oder alle zwei bzw. vier Wochen.

  • Bewegungstherapie
    Für Morbus-Bechterew-Patienten wurde eine eigene Gymnastik entwickelt, welche die Patienten sofort nach der Diagnosestellung erlernen müssen. Die Gymnastik ist ein wichtiger Teil der Therapie und sollte zumindest einmal täglich über 20 Minuten durchgeführt werden.
  • Kurbehandlungen
    Kuraufenthalte können Bechterew-Patienten oftmals über mehrere Monate Erleichterung oder gar Beschwerdefreiheit verschaffen.

Prognose

Trotz der guten medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten ist eine Heilung des Morbus Bechterew  heute noch nicht möglich. Die Prognose sieht bei früher Diagnose jedoch gut aus. Sie wird besonders von der Bereitschaft des Patienten, eine konsequente und regelmäßige Bechterew-Gymnastik zu betreiben, mitbestimmt.