“Die Behandlung des Morbus Bechterew steht auf mehreren Säulen”

Behandlung

Die Behandlung des Morbus Bechterew besteht aus mehreren Säulen:

  • Medikamentöse Therapie
    Als erste Therapie nach Diagnose kommen bei Morbus Bechterew kortisonfreie Antirheumatika (NSAR) zum Einsatz. Ihre Anwendung kann entweder in den Schmerzphasen oder als Dauertherapie erfolgen. NSAR bekämpfen den Entzündungsprozess und lindern die Schmerzen.

    Verbessern sich die Symptome trotz ausreichender Gabe von NSAR nicht, stehen mit den so genannten Biologika (TNF-alpha-Blocker, Interleukin-17-Antagonisten) weitere, immunmodulierende Medikamente zur Verfügung. Biologika blockieren entzündungsfördende Botenstoffe und greifen somit direkt in den Entzündungsprozess ein. Ihre Anwendung unterliegt aber sowohl aus Sicherheits- wie auch aus Kostengründen bestimmten Auflagen (hohe Krankheitsaktivität, Ausschluss von Infektionen etc.).

    Die Anwendung der Biologika erfolgt entweder als Infusion alle sechs bis acht Wochen oder als Injektion unter die Haut, je nach Präparat entweder einmal wöchentlich oder alle zwei bzw. vier Wochen.

  • Bewegungstherapie
    Für Morbus-Bechterew-Patienten wurde eine eigene Gymnastik entwickelt, welche die Patienten regelmäßig durchführen sollen. Sie ist ein wichtiger Teil der Therapie und sollte zumindest einmal täglich über 20 Minuten durchgeführt werden.

Prognose

Trotz der guten medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten ist eine völlige Heilung des Morbus Bechterew  bis heute noch nicht erreicht worden, doch erlauben frühe Diagnose und konsequente Therapie eine generell günstige Prognose.