“Die drei Säulen der Zusatzbehandlung der cP sind Physikalische Therapie, Krankengymnastik und Ergotherapie.”

Zusatzbehandlungen

TherapieDie drei Säulen der Zusatzbehandlung der cP sind Physikalische Therapie, Krankengymnastik und Ergotherapie.

 

 

 

 

Physikalische Therapie ist eine passive Behandlung, bei der die betroffenen Gelenke nicht bewegt werden. Mit verschiedenen Methoden werden Reize auf Gelenke und Muskulatur ausgeübt. Zu den verwendeten Methoden gehören:

  • Kälteanwendungen (Eispackungen)
  • Bäder
  • Elektrotherapie

Die Ziele all dieser Behandlungen sind Schmerzstillung, Dämpfung des Entzündungsprozesses, weiters Entspannung und Förderung der Durchblutung. Mehrere physikalische Methoden können miteinander sowie mit Krankengymnastik und Ergotherapie kombiniert werden, um optimale Resultate zu erzielen. Welche Methoden in welcher Situation zielführend sind, sollte von SpezialistInnen im Dialog mit den Betroffenen entschieden werden, um jene Behandlungen zu finden, die auch persönlich am angenehmsten erlebt werden.

Krankengymnastik besteht aus gezielten Bewegungsübungen, die unter Anleitung von PhysiotherapeutInnen erlernt und dann zu Hause regelmäßig angewendet werden sollen. Die Erhaltung und Förderung der individuellen Beweglichkeit ist für cP-PatientInnen von enormer Bedeutung, vor allem langfristig. Ziele der Krankengymnastik sind:

  • Vermeidung und Korrektur von ungünstigen Gelenksstellungen
  • Erreichen und Erhalten der bestmöglichen Gelenksbeweglichkeit
  • Stabilisation von Gelenken durch Muskelaufbau

Eine Reihe von Techniken wie Mobilisationstechniken, Koordinationsübungen, Muskelkraftübungen, Konditionsaufbauübungen, stabilisierende Gelenksübungen sowie Gangschulung und Haltungsaufbauübungen können verwendet werden.

Die Ergotherapie schließlich hat den Ausgleich behinderter Bewegungsabläufe durch das richtige Ausführen von Tätigkeiten sowie das Wiedererlernen verlorener Funktionen zum Ziel. Das soll die Selbstständigkeit cP-Betroffener im persönlichen wie beruflichen Bereich stärken. Alltägliche Gebrauchsfunktionen – und zwar natürlich vor allem jene, die den Betroffenen in Alltag, Beruf und Hobby wichtig sind – werden gezielt und richtig trainiert bzw. neu eingelernt. Dazu gehört auch die Verwendung der richtigen Hilfsmittel (z.B. spezielle Küchenmesser, Öffner für Wasserhähne, Griffverdickungen für Besteck u.v.a.), die Haushalts- und Wohnungsberatung, die Arbeitsplatzberatung und die Versorgung mit Schienen (Orthesen).